| Empfehlenswerte Aufnahmen (Stand 23.11.2009) |
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| Südamerika/Karibik | Afrika |
| Nordamerika/Europa | Asien/Australien/Sonstiges |
| Südamerika/Karibik | |
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“Weltmusik”-Titel von DJs zu remixen bzw. komplette Alben für den Lounge- bzw. Chill-Out-Markt zu bearbeiten ist ja mittlerweile gang und gäbe. Die Ergebnisse sind selten befriedigend. Für umso gelungener darf man dieses französische Projekt bezeichnen, das dem Tango einen Club-Sound verpasst. Tangotänzer werden wahrscheinlich die Nase rümpfen, doch unter dem Aspekt Clubmusik kann man diese CD nur loben, weil sie auf recht gekonnte und innovative Weise einen Mix kreiert, der sehr homogen und ungekünstelt wirkt. |
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Ceu – Ceu € 18,90 Die Vermischung von brasilianischen Klängen mit elektronischer Musik, die sich schon seit mehr als einer Dekade einer großen Anhängerschaft erfreut und unter dem Begriff Brazilectro vermarktet wird, erfährt durch die junge Sängerin Ceu eine immense Bereicherung. Höchst selten, wenn überhaupt, ist es jemandem gelungen, eine Produktion in diesem Genre mit soviel Wärme und Sinnlichkeit auszustatten. Dabei reduziert sie keineswegs den Gebrauch von Synthesizer, Computerbeats und elektronischen Effekten – allerdings weiß sie auch um die Wichtigkeit von akustischen Instrumenten wie Gitarre und Perkussion. Diese Ausgewogenheit, gepaart mit großem Respekt vor der Samba, dessen leicht melancholische Grundstimmung das Gesamtwerk durchzieht, und die verführerische Stimme von Ceu schlagen gekonnt die Brücke zwischen Gestern und Heute und überzeugen nachdrücklich auf diesem sehr persönlichen Debüt. |
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Velha Guarda da Portela – Tudo azul € 18,90 Schon seit vielen, vielen Jahren hat es sich die brasilianische Sängerin Marisa Monte zur Aufgabe gemacht, nach alten Sambas zu forschen und diese aufzunehmen, bevor sie ganz in Vergessenheit geraten. Diese Sambas veröffentlicht Marisa Monte zum Teil auf ihren eigenen Alben oder, wie in diesem Fall, als Produzentin auf Alben befreundeter Sambistas. Die Velha Guarda da Portela, die sich als Bewahrer der traditionellen Samba verstehen ( und dies nicht nur was die Kompositionen anbelangt, sondern auch im Sinne der Aufführungspraxis ), rekrutieren sich aus einer der ältesten und renommiertesten Sambaschulen Rios. Sämtliche der hier zu hörenden Sambas, die mitunter viele Jahrzehnte alt sind, wurden niemals zuvor aufgenommen. Nicht zuletzt deshalb sind diese Aufnahmen des Samba cancao, des gesungenen Samba, ein Zeitdokument und von unschätzbarem Wert. |
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Charanga
Cakewalk – Loteria de la Cumbia Lounge |
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V.A. – London is the place for
me Vol. 1 - 4 Diese großartige, bisher aus 4 einzelnen CDs bestehende Reihe, dokumentiert die „schwarze Musik“ Großbritanniens der 50er Jahre. Unter den Einwanderern aus den ehemaligen britischen Kolonien befanden sich auch namhafte Musiker, die im London der 50er Jahre auf eine quirlige Musikszene trafen. CD 1 widmet sich dem Calypso Trinidads mit vielen Aufnahmen des unvergesslichen Lord Kitchener, CD 2 und CD 4 enthält neben einigen Calypsos jamaicanischen Mento, sowie südafrikanische Musik und Highlife aus Nigeria und Ghana. Auf CD 3 sind die West African Rhythm Brothers mit ihrem eigenen polyrhythmischen Mix aus Highlife und Palmwine-Musik zu hören. Sehr informative Beihefte und schön gestaltete Aufmachungen runden diese herrliche Reihe ab. |
| Nordamerika/Europa | |
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Rupa & The April Fishes – Extraordinary rendition
€ 18,90 Selten ist es so schwer, ein Album musikalisch irgendwo einzuordnen ( was sicherlich auch nicht unbedingt nötig ist ) bzw. dessen Musik zu beschreiben. Auf alle Fälle ist das vorliegende Album eins: ein ganz großartiges Debüt. Der in San Francisco geborenen und dort lebenden Rupa Marya, deren Vorfahren aus Indien stammen, und die lange Zeit sowohl in Indien als auch in Frankreich lebte, gelingt es auf imponierende Weise, diese verschiedenen Kulturen zu einem unvergleichlichen Musiktheater zu verschmelzen. Die polyglotte Sängerin und ihr mit akustischen Instrumenten besetztes Musikerkollektiv jonglieren dabei ganz unbeschwert von Zigeunerswing zu Tex-Mex, streifen dabei die Musik des Balkan und des amerikanischen Folk, lateinamerikanische Klänge werden ebenso wenig ausgespart wie französisches Chanson. Und dieses weltumspannende Konzept wirkt derart mühelos und unaufgesetzt, dass ihr damit ein beeindruckendes Kunstwerk gelungen ist. |
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V.A.
– Beyond Istanbul, Underground grooves of turkey |
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Titi
Robin – Ces vagues que l’amour soulève |
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Concha Buika – Mi nina Lola Das von Javier Limon vor Jahren produzierte und für den Grammy nominierte Album Lagrimas negras von Bebo & Cigala war glücklicherweise keine Eintagsfliege. Auch bei seiner neuesten Produktion ist es ihm wieder mal vortrefflich gelungen, eine Stimme des Flamenco in einen anderen Kontext zu stellen. War es bei Lagrimas negras die Verbindung von Flamenco zu cubanischen Boleros und Jazz, so ist es hier die Verbindung von Flamenco zu Jazz und afrikanischer Musik. Wobei die Verbindung von Flamenco zu afrikanischer Musik in diesem Fall gar keine Fusion ist, denn die Sängerin Concha Buika verkörpert beide Kulturen. Einerseits ist sie in Spanien aufgewachsen, andererseits stammen ihre Eltern jedoch aus Äquatorial-Guinea. Man mag kaum glauben, dass sie keiner Gitano-Familie abstammt, klingt ihre Stimme doch „muy flamenca“. |
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Die Tochter des großen Erneuerer des Flamencogesangs Enrique Morente hat mit ihrem Debut in Spanien so großen Erfolg, das man sich nur wundern kann. Denn ihr Erstlingswerk ist keine dieser wuchtigen kommerziellen Produktionen. In weiten Teilen überwiegt der schlichte, nur in Begleitung von Gitarre und Palmas vorgetragene Flamencogesang. Und der Ausdruck, den diese noch so junge Dame dabei erreicht, ist ungemein beeindruckend und schon fast ungeheuerlich. |
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Welch wunderbare CD beschert uns der aus dem südspanischen Cadiz stammende Sänger und Gitarrist Javier Ruibal ! Daß in dieser Region Spaniens der Flamenco zu Hause ist, hört man seinen Kompositionen durchaus an, allerdings ist auch die Nähe zu Nordafrika nicht zu überhören. Doch was den Reiz dieser CD ausmacht, ist zweifellos das kompositorische Talent des in der Singer/Songwriter-Tradition anzusiedelnden Javier Ruibal, seine sehr geschmackssicheren Arrangements und diese wundervoll leidenschaftliche Stimme. |
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Mariza
– Fado em mim Und schon wieder glitzert ein neuer Stern am Fado-Himmel ! Die junge portugiesische Sängerin ist mit ihrer ersten CD soeben in Deutschland mit dem Schallplattenpreis ausgezeichnet worden. Und das völlig zurecht ! Ihre Stimme ist nicht nur sehr variationsreich, sondern extrem ausdrucksstark ohne pathetisch zu wirken. Und die klassische Fado-Begleitung mit Konzert- und portugiesischer Gitarre bedeutet zwar keine Erneuerung des Fado, überzeugt aber in ihrer Schlicht- bzw. Klarheit. |
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Nach vielen Alben in norwegischer Sprache
veröffentlicht Kari Bremnes nun ihre zweite CD in der englischen Version.
Man könnte behaupten, in welcher Sprache Kari Bremnes auch singt, ihre
Stimme trifft immer - ja, sie bedarf gar keiner Texte. Man lauscht ihrer
Stimme und spürt, was sie ausdrücken will. Und dabei haben ihre Texte
nicht weniger Aussagekraft. Dieses Werk, in dem die spärliche Instrumentierung
einen weiteren Glanzpunkt setzt, ist in seiner melancholischen Stimmung
genau passend für die dunklere Jahreszeit. |
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Tore Bruvoll & Jon Anders Halvorsen
– Nattsang Wer in der dunklen und kalten Jahreszeit musikalisch empfänglich für melancholische Klänge ist, für den könnte dieses norwegische Album von Sänger Tore Bruvoll und Gitarrist Jon Anders Halvorsen genau richtig sein. Sparsam, fast karg instrumentiert ( weitestgehend als Duo eingespielt ) entfaltet diese CD erst im Laufe der Spielzeit seinen magischen Reiz. Fast hypnotisierend wird man in den Sog ihrer Ruhe hineingezogen. Obwohl in seiner Schlichtheit ein gänzlich unspektakuläres Werk, ist der Vortrag dieser Versionen von traditionellen norwegischen Liedern doch sehr ergreifend. Völlig zu Recht wurde dieses Duo gerade mit dem norwegischen Folk Music Award 2007 ausgezeichnet, denn die Art und Weise, in der sie die dunklen Seiten der Balladen herausarbeiten, ist etwas ganz Besonderes. |
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| Afrika | |
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Mit
ihrem zweiten Album “Deb” aus dem Jahre 2003 hat die in Paris lebende
algerische Sängerin ganz
plötzlich, jedoch hochverdient, den internationalen Durchbruch geschafft.
Dementsprechend hoch waren natürlich die Erwartungen an ihre neue Veröffentlichung.
Aber Souad Massi ist nicht in die Falle getappt, mit ihrer aktuellen CD
auf den Erfolg zu schielen, um evtl. ein noch größeres Publikum zu erreichen.
Eher das Gegenteil ist der Fall, ist doch die 3. Produktion schlichter
und subtiler ausgefallen. Auch ist eine größere Nähe zur arabischen Musik
auszumachen. Respekt an diese junge Sängerin für eine individuelle und
exzellente Platte. |
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Orchestra Baobab – Made in Dakar Nicht zuletzt auch weil sich ihre Aufnahmen
aus den 70er und 80er Jahren weiterhin größter Beliebtheit erfreuten (z.B.
Pirates Choice ), hat sich das senegalesische Orchestra Baobab
vor 5 Jahren reformiert und mit Specialist in all styles eine wunderbare
CD veröffentlicht. Auch auf dem Nachfolger Made in Dakar verbinden sie
auf unnachahmliche Weise senegalesische
Rhythmen mit cubanischen Einflüssen. Und auch wenn diese afro-cubanische
Mischung einerseits durchaus tanzbar ist, so klingen die Stücke andererseits
absolut entspannt. |
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Teofilo Chantre – Rodatempo € 17,90 Ein weiteres Highlight aus dem Hause Lusafrica, der Firma, die uns schon seit Jahren mit ausgezeichneter Musik der kapverdischen Inseln ( u.a. Cesaria Evora ) verwöhnt. Teofilo Chantre's durchweg eigenen Kompositionen, von seiner poetischen Stimme und der rein akustisch besetzten Begleitband bezaubernd in Szene gesetzt, sind im Vergleich zu seinen früheren Aufnahmen hier schon fast als temperamentvoll zu bezeichnen. Die Arrangements und die für Lusafrica so typische, unnachahmliche Kuscheligkeit des Sounds nehmen von Beginn an gefangen. Ein kurzweiliges Hörvergnügen, das einer Cesaria Evora durchaus ebenbürtig ist. |
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Zwar
stammen beide aus Mali, der Gitarrist und Sänger Ali Farka Toure aus dem
Norden und der Koraspieler Toumani Diabate aus dem Süden, dennoch ist
es ungewöhnlich, dass sie sich für diese gemeinsamen Aufnahmen trafen.
Ihre ethnische Herkunft und somit auch ihre musikalischen Wurzeln und
Traditionen sind ganz unterschiedlich, und dennoch verschmelzen sie hier
auf einzigartige Weise. |
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Kékélé - Congo Life € 17,90 Als sich vor 2 Jahren einige Veteranen der Congo-Rumba zu dem Projekt Kékélé zusammenschlossen, war das musikalische Ergebnis so verzaubernd, dass man zunächst gar nicht glauben konnte, dass solche akustischen Aufnahmen im Zeitalter der Congo-High-Tech-Produktion überhaupt möglich sind. Diese Ungläubigkeit ist nun mit ihrem 2. Album natürlich gewichen, nichtsdestotrotz knüpfen die neuen Stücke nahtlos an ihr Erstlingswerk an. Congo-Rumba vom Allerfeinsten, mit einigen der größten Musiker/Sänger ( u.a. Nyboma, Wuta Mayi, Syran Mbenza ), die der Congo je hervorgebracht hat. |
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Waldemar
Bastos – Renascence |
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Simphiwe Dana – Zandisile Was für ein Debüt ! Da meint man, musikalisch scheint alles irgendwie schon mal da gewesen zu sein und richtig Neues sei kaum noch zu erwarten, da erscheint diese unglaubliche CD der Sängerin aus Südafrika. Zwar bedient sie sich durchaus bekannter Genres, holt ihre Inspirationen aus Soul, Gospel und Jazz, doch wie sie aus alledem etwas völlig Neues, etwas ganz Eigenständiges schafft, das ist schon phänomenal. Atemberaubend sind hier vor allem die Vokalarrangements, die in ihrer Unmittelbarkeit und Direktheit eine ungeheuere Intensität erreichen. Man ist überwältigt von der Dynamik dieser Stimmen ( neben Simphiwe Dana wirken noch 3 weitere Sängerinnen mit ), wozu aber auch sowohl die vorzügliche Aufnahmetechnik wie auch die Abmischung ihren Teil beitragen. Eine neue Facette südafrikanischer Musik und eine CD des Jahres ! |
| Asien/Australien/Sonstiges | |
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Yasmin Levy – Mano suave € 18,90 Schon von Kindheit an wurde die israelische Sängerin von ihren Eltern mit dem Ladino-Gesang bzw. der sephardischen Kultur vertraut gemacht. Vor vielen Jahren zog sie für einige Jahre nach Spanien, um dort mehr über die jüdisch-spanische Kultur zu erfahren, die in Spanien bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht und heute mehr und mehr in Vergessenheit gerät. So verwunderte es nicht, dass ihre zu der Zeit entstandene CD „La Juderia“ stark vom Flamenco inspiriert wurde. Diese Nähe zum Flamenco ist jetzt nur noch ansatzweise durch ihren wunderbaren Gitarristen spürbar, ansonsten stellt das neue Album eine Hinwendung zu ihren sephardischen Wurzeln dar. Dabei ist die Balance zwischen Gesang und ihrem wunderbar sensibel aufspielenden Ensemble sehr ausgewogen und homogen, dennoch ist es der sehr bewegende und emotionale Gesangsstil von Yasmin Levy, der so fasziniert und fesselt. |
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Madeleine
Peyroux – Half the perfect world Sind zwischen der Veröffentlichung ihrer ersten und zweiten CD acht Jahre vergangen, so folgt nun das dritte Album glücklicherweise bereits zwei Jahre später. Vielleicht wurde die amerikanische Sängerin durch die durchweg positiven Resonanzen und den großen Erfolg von Careless love aus dem Jahre 2004 so sehr beflügelt, dass ihr tolles neues Werk bereits in so kurzem Zeitabstand erscheint. Ihre Songauswahl beinhaltet sowohl Jazz- wie auch Pop-Repertoire, hinter dem sich ihre eigenen Kompositionen aber auf keinen Fall verstecken müssen. Mit viel Sorgfalt hat sie die Auswahl der Lieder getroffen, denn die unterschiedlichen Genres werden beim Hören gar nicht bewusst, so sehr klingt das Ganze wie aus einem Guss. Ihre akustische Begleitband sorgt für einen sehr entspannten Rahmen – und dennoch ist es ihre verhangene Stimme, mit der sie den Glanzpunkt setzt. |
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Der belgischen Komponistin/Pianistin, die auf diesem Album als Musikerin gar nicht in Erscheinung tritt, gelingen Kompositionen von außergewöhnlicher Schönheit. Ausgehend vom Tango bestechen diese vor allem durch ihren Melodienreichtum. Besonders das Zusammenspiel von John Ruocco auf der Klarinette und Dino Saluzzi am Bandoneon muß besonders hervorgehoben werden. Auch klangtechnisch überzeugen diese kammermusikalischen Aufnahmen, die zwischen Tango Nuevo und Jazz anzusiedeln sind. Eine sehnsüchtig machende Platte. |
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Cassandra Wilson – Belly of the sun € 18,90 Die führende Stimme des Jazzgesangs der letzten 10 Jahre überzeugt auch auf ihrer neuesten Produktion. Dabei weniger durch ihr Material, denn Interpretationen von Blues- und Popsongs widmet sie sich schon seit langer Zeit mit großer Liebe. Überraschend ist, wie bluesgetränkt ihre neuen Lieder erscheinen. Selbst ein bekannter Bossa-Nova klingt in ihrer Version wie ein Blues. Neben ihrer Stärke, bekannte Songs durch ihre eigenwillige Bearbeitung wie eine neues Werk erscheinen zu lassen, ist wieder einmal ihr emotionaler Gesang schlichtweg betörend. Und nebenbei ist ihr mit „Drunk as Cooter Brown“ eine wunderbare Eigenkomposition gelungen. |